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Zeichensetzung, Nerdismus und Kunstpfeifen

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Modellbahn-Kiel

21. Januar 2012 · Keine Kommentare bisher

Hübsch hier:

Smalltown Kiel – ein kleiner Film zur Stadt from René Raab on Vimeo.

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Am Ende des Sommers

26. August 2011 · Ein Kommentar

Auf dem schwül-warmen Balkon sitzend sehe ich einen jungen Typen, der auf dem Mountainbike den Blick nach hinten vergisst und deshalb beim Spurwechsel fast von einem SUV plattgemacht wird. Vermutlich macht uns das Ende des Sommers und der nahende Herbst nur deshalb zuweilen wehmütig, weil wir nie ganz sicher sein können, den nächsten Frühling und Sommer noch zu erleben.

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Viel Lärm um Index

2. August 2011 · Ein Kommentar

Vor ein paar Monaten hat die FAZ anscheinend eine Kampagne begonnen, um ihre eigenen Kapitalmarkt-Indizes bekannter zu machen und die Produkte von Banken, die auf den FAZ-Indizes basieren.

Die Dauer-Lobhudelei der eigenen Finanzmarkt-Redakteure für die FAZ-Indizes geht mir am Frühstückstisch auf die Nerven. Sie bemühen sich nicht mal, die Botschaft zu tarnen und geschickt zu verpacken. Im Gegenteil: Keine Erwähnung dieses oder jenes FAZ-Indexes kommt ohne die gebetsmühlenartige und hölzern gepriesenen Vorzüge des eigenen Produktes aus. Das sieht dann jedesmal so oder so ähnlich aus wie heute:

Der F.A.Z.-Index bildet rund 83 Prozent des Börsenwerts deutscher Unternehmen ab, der Dax nur 68 Prozent. Damit liefert der F.A.Z.-Index ein breiteres Bild der deutschen Wirtschaft mit einer größeren Risikostreuung als der nur 30 Werte umfassende Dax. Der F.A.Z.-Index ist jedoch ein Kursindex. Dividendenzahlungen der Unternehmen gehen daher im Unterschied zum Dax nicht in die Indexentwicklung ein. Das führt auf ein Jahr gerechnet zu einer Minderrendite von rund 2 Prozent. Die Konstruktion als Kursindex macht den F.A.Z.-Index jedoch gerade für Garantiestrukturen attraktiv.

Verstehe nicht, warum die FAZ sowas nötig hat. Und die journalistische Fallhöhe ist ungleich höher als bei anderen Blättern. Würde die wirtschaftlich arg schlingernde Frankfurter Rundschau permanent eigene Produkte anpreisen, wäre es schlichter Verzweifelung geschuldet. Aber die FAZ hat einen Ruf zu verlieren.

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Die ganz große Koalition der Unanständigen

26. Juli 2011 · 2 Kommentare

Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Hans-Peter Uhl (CSU), nahm den Bombenanschlag in Oslo und das Massaker unter den Teilnehmern eines Jugendcamps auf der Insel Utøya zum Anlass, seine Forderung nach Einführung der Vorratsdatenspeicherung zu erneuern.

„Wir brauchen die Vorratsdatenspeicherung“, sagte der CSU-Politiker der „Passauer Neuen Presse“ „Im Vorfeld muss die Überwachung von Internetverkehr und Telefongesprächen möglich sein. Nur wenn die Ermittler die Kommunikation bei der Planung von Anschlägen verfolgen können, können sie solche Taten vereiteln und Menschen schützen.“

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles plädierte in der Koblenzer Rhein-Zeitung dafür, mehr Polizeibeamte einzustellen, „die die rechtsradikale Szene im Internet beobachten können“.

Nach den Anschlägen in Norwegen fordern Politiker von SPD und Grünen mehr Engagement gegen Rechtsextremismus. Grünen-Chefin Claudia Roth sagte der “Frankfurter Rundschau”, im Lichte der Attentate sollte “die Bundesregierung ihr Engagement gegen Rechtsradikale verstärken und nicht alten Überwachungsfantasien hinterherlaufen”.

Niedersachsens Linke haben Innenminister Uwe Schünemann (CDU) in Zusammenhang mit den Terroranschlägen in Norwegen massiv angegriffen. „Politiker wie er sind mitverantwortlich für die Schaffung des ideologischen Umfelds, in dem Attentäter wie Anders Behring Breivik gedeihen können“, erklärte Linken-Landeschef Manfred Sohn in Hannover.

Für diese Menschen schäme ich mich. Und ich hoffe, dass die Norweger im Moment andere Sorgen haben als deutsche Zeitungen zu verfolgen.

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Alterserscheinungen

20. Juli 2011 · 2 Kommentare

Am Wochenende Skype auf dem Netbook installiert, neuen Account angelegt und kurz darüber geärgert, dass niels.bock als Skype-Name nicht mehr verfügbar war. Gut, dann muss eben niels.gaertner reichen.

Zwei Tage später fällt mir ein, dass ich mir niels.bock vor langer Zeit selbst gesichert habe. Einziger Trost: Das Passwort des alten accounts ist mir wieder eingefallen.

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Und dann war da noch das Frizz in Kiel, Olshausenstraße

2. April 2011 · Keine Kommentare bisher

in dem wir bisher immer gerne und regelmäßig essen waren. Ist schließlich ein gemütliches Restaurant mit einem fantastischen Biergarten direkt an der Straße. Eine Zeitlang war ein dort verspeistes Steak mit Salat und passenden Getränken quasi ein Freitagabendritual.

Jetzt nicht mehr. Gestern gab es die vorerst letzten Steaks. Denn eines der beiden Grillstücke war so zäh, dass es kaum zu schneiden war, geschweige denn sich kauen ließ. Auf freundliche Reklamation bot man uns ebenso freundlich Ersatz, der allerdings kalt serviert wurde. Kann passieren, war die Küche eben nicht in Topform.

Auf die Nachfrage, ob alles zu unserer Zufriedenheit gewesen sei, gab es dann ehrliche Kritik, aber höflich vorgetragen und mit dem lächelnd ergänzten und ebenso aufrichtig gemeinten Hinweis, dass wir bei unseren bisherigen Besuchen immer sehr zufrieden gewesen waren. Einzige Reaktion: Ein gleichgültig runtergefloskeltes “Das tut mir leid, 34,20 bitte.”

Schade.

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Ein wenig Guttenberg-Exegese

19. Februar 2011 · 2 Kommentare

Bundeswehrtagung 2010
Creative Commons License photo credit: Bundeswehr-Fotos

Er kam kurz aus dem Schützengraben, um haspelnd einen vorbereiteten Text aufzusagen. Amüsantes Details am Rande: Die vermeintlich “handverlesenen” Journalisten waren anscheinend eher die paar Geduldigen, die lange genug vor dem Bendlerblock herumgelungert hatten. Zudem waren sie ganz offensichtlich auch nicht handverlesen genug, um hinterher Karl-Theodor zu Guttenbergs Gestammel (”Können wir nochmal?”) nicht zu senden.

Aber schauen wir mal genau auf das, was er gesagt hat:

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Bei Gott dem Allmächtigen und Allwissenden

22. September 2010 · 5 Kommentare

Heute stand die Vereidigung an. Ich bin bass erstaunt, dass die Eidesformel nach § 12a Abs. 1 BORA sogar einen gewissermaßen zweifachen Gottesbezug enthält:

“Ich schwöre bei Gott dem Allmächtigen und Allwissenden, die verfassungsmäßige Ordnung zu wahren und die Pflichten eines Rechtsanwalts gewissenhaft zu erfüllen, so wahr mir Gott helfe.”

Und dann noch die Attribute “Allmächtig” und “Allwissend”. Dagegen muten die üblichen Eidesformeln aus dem Beamtenrecht geradezu profan an.

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Götz Werner, das Grundeinkommen und die Oper

15. August 2010 · 13 Kommentare

FASZ, heutige Ausgabe - “DM”-Gründer Götz Werner im Interview zur Gerechtigkeit seines Modells eines Bedingungslosen Grundeinkommens und zu Transferleistungen verschiedener Art:

Zudem wird immer verschwiegen, dass der Hartz-IV-Empfänger weniger Transferzahlungen erhält als ein Mitglied der Mittel- und Oberschicht: Wenn Sie zweimal im Monat mit Ihrer Frau in die hochsubventionierte Oper gehen, erhalten Sie von der Gemeinschaft höhere Transferleistungen als die meisten Hartz-IV-Empfänger. Nachdem das Verfassungsgericht anerkannt hat, dass die Regelsätze ein menschenwürdiges Leben ermöglichen müssen, ist es nur noch ein kleiner Schritt in Richtung Grundeinkommen.

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Wie man in den Wald hinein mailt

31. Mai 2010 · 2 Kommentare

CeBIT 2010 - Google Streetview
Creative Commons License photo credit: Patrick H~

Bisher habe ich bei passender Gelegenheit Google Street View meist verteidigt gegen Kritik, wenn diese auf Unkenntnis oder einer dumpfen Anti-Haltung beruhte.

Aber warum eigentlich? Wer so schnoddrig mit parlamentarischen Gremien umgeht wie in diesem Schreiben, muss sich jedenfalls über Gegenwind nicht mehr wundern.

Von den Umgangsformen, die die Google-Jungs aus Hamburg da an den Tag legen, will ich ja gar nicht reden. Aber auch wenn man darüber mal großzügig hinwegschaut, sieht der Brief äußerlich, sprachlich und inhaltlich eher aus wie das Statement einer ungelenk geführten Ich-AG. Ein objektiver Dritter würde niemals glauben, dass so ein Schreiben von einem Weltkonzern verantwortet wird.

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