Wenn diese beiden Begriffe in der Vergangenheit zusammen benutzt wurden, ging es meistens um relativ harmlose Darstellungen von Nacktheit, über die sich Kirchen, konservative Parteien oder feministische Verbände aufregten mit dem Vorwurf, die Werbung sei pornographisch. Das französische Modelabel Shaï provoziert jetzt, indem es sehr viel weiter geht.
Der Katalog der aktuellen Sommerkollektion 2006 wird in Form interaktiver Pornofilme auf einer eigens eingerichteten Website präsentiert.
Der bewußte Tabubruch wird dem Unternehmen sicher Aufmerksamkeit verschaffen. Und vermutlich wird in Frankreich, vielleicht auch darüber hinaus, mal wieder die alte Frage in der öffentlichen Debatte aufgeworfen: Was darf Werbung?
In Deutschland jedenfalls sehr viel weniger als in Frankreich. Eine vergleichbare Kampagne wäre bei uns wegen des schärferen Jugendschutzrechtes nicht möglich.
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