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Die Google-Wanze

11. Juni 2006 · 3 Kommentare

Auf der Mauer auf der Lauer

AUF DER MAUER AUF DER LAUER - GOOGLE FORSCHT AN WOHNZIMMER-WANZE.
BILD: PIXELQUELLE.DE

Googles Datensammelwut ist schon häufiger Gegenstand von Diskussionen und zum Teil heftiger Kritik gewesen.

Mit ihrer neuesten Idee scheinen die Suchmaschinenmarktführer den Bogen aber endgültig zu überspannen: Das im PC eingebaute Mikrofon soll die Umgebungsgeräusche aufzeichnen und komprimiert zu Google schicken, wo aus den aufgezeichneten Audiodaten auf das gerade laufende Fernsehprogramm geschlossen werden soll. Es werde auch eine Stummschaltetaste geben und die Privatsphäre sei ohnehin hinreichend geschützt, beteuert Google.

Doch kein Geschnüffel ohne zumindest vordergründigen Nutzen für die Ausspionierten: Passend zur gerade gezeigten Sendung erscheinen am PC Zusatzinformationen aus dem Web.

Seid Ihr des Wahnsinns, möchte man ausrufen. Allerdings ist ein ähnliches Verfahren in der Schweiz schon im Einsatz. Dort lassen sich jedes Jahr 20.000 Personen für das Radiocontrol-Programm belauschen.

Sie tragen eine spezielle Armbanduhr, die dort das Umgebungsgeräusch aufzeichnet, wo die Tesperson sich befindet. Am Ende des Testzeitraumes wird die Uhr vom Testteilnehmer eingeschickt und aus den Speicherdaten wird ausgewertet, wann in der Umgebung des Uhrträgers welche Radiosender wie lange eingeschaltet waren. Angeblich lassen sich mit den im Uhrspeicher abgelegten Daten keine einzelnen Geräusche oder Gespräche rekonstruiieren.

Mehr lesen:
Basic Thinking
Golem
Heise

Rubrik: Netzkultur: Googeliges

3 Kommentare bisher ↓

  • 1 netzlöper // 11. Juni 2006 um 14:22 Uhr

    Wie gut, dass mein Computer kein Mikrofon hat oder sollte ich mal nachgucken ?

  • 2 zeineku.de » Besucherrekord // 12. Juni 2006 um 10:13 Uhr

    [...] Links « Die Google-Wanze [...]

  • 3 zeineku.de » Immer datenhungriger: Google Checkout // 29. Juni 2006 um 12:37 Uhr

    [...] Nette Suchmaschine oder böse Datenkrake? Google, einst fast unumstrittener Netzliebling, bekommt neuerdings einige Kratzer am eigenen Image ab. [...]

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