Ich gebe es zu: Wenn in einer Zeitung oder online etwas zu lesen ist von Literaturpreisen, wandern meine Augen in der Regel woanders hin. Zwar ging es neulich hoch her im Streit darum, ob Peter Handke einen Preis bekommen darf, obwohl er politisch zuweilen wirre Ansichten vertritt, meistens scheinen Wettbewerbe dieser Art aber unscheinbar bis langweilig zu sein.
Anders nun bei der aktuellen Verleihung des Bachmann-Preises.
Kathrin Passig, die auch für die Riesenmaschine schreibt -Riesenmaschinistin traue ich mich nicht sie zu nennen, damit war Spreeblicker Johnny viel schneller- hat ihn mehr als verdient.
Der beim Wettbewerb ausgezeichnete Text ist großartig. Man wandert mit der Erzählerin durch die verschneite tschechische Berglandschaft, wechselt wie sie zwischen Bedrückung und Lachen, nimmt die Umgebung durch ihre Augen mal klarsichtig und dann wieder halluzinierend wahr.
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