Nette Suchmaschine oder böse Datenkrake? Google, einst fast unumstrittener Netzliebling, bekommt neuerdings einige Kratzer am eigenen Image ab.
Nicht zuletzt der gewaltige Hunger nach persönlichen Daten seiner Nutzer stößt manchem übel auf. Jetzt schickt sich der Marktführer für Informationsorganisation im Internet an, auch das Geschäft mit online-Bezahlsysteme aufzumischen. Lang wurde es erwartet, jetzt ist es da: Google Checkout. Shopbetreiber bekommen die Möglichkeit, das Bezahlsystem in ihre Portale zu integrieren.
Bezahlen via Google Checkout kann in den USA schon jeder, der über einen Google account verfügt. Auch mit meinem Gmail-Account konnte ich mich einloggen. Bei der Abfrage von Kreditkartendaten habe ich mir die Fortsetzung der Registrierung erstmal verkniffen. Erfasst wird übrigens auch die dreistellige Prüfziffer, die nach dem Willen der Kreditkartenunternehmen ja gerade nicht von Dritten gespeichert werden soll.
Für registrierte Google Checkout-Kunden soll es auch möglich sein, Waren zu bezahlen und dabei dem Shopbetreiber gegenüber die eigenen Kreditkartendaten verborgen zu halten. Ich rätsele noch darüber, warum ich amazon diese Daten mißtrauisch vorenthalten soll, sie aber ausgerechnet Google Checkout überlasse. Keine wirklich angenehme Vorstellung, daß das Unternehmen in Zukunft nicht nur die Surfgewohnheiten, Emails und Festplatteninhalte von tausenden Nutzern kennt, sondern auch die komplette Historie ihrer online-Einkäufe.
Ein Kommentar bisher ↓
1 Aus Gbuy wird Google Checkout at Max’ Webmaster / SEO Blog // 29. Juni 2006 um 15:21 Uhr
[...] Via: Golem, cio Blog, zeineku [...]
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