Als Otto Schily noch Bundesinnenminister war, hat sich kaum einer so engagiert wie er eingesetzt für einen möglichst lückenlosen Ausbau der Überwachungsmöglichkeiten des Staates gegenüber seinen Bürgern. Von der Einführung biometrischer Reisepässe und dem Ausbau Jetzt scheint sich dieses Engagement auszuzahlen.
Die Byometric Systems AG und die SAFE ID Solutions AG, zwei Unternehmen, die in den Bereichen Biometrie und elektronische Ausweisdokumente tätig sind, haben den Ex-Bundesminister mit Aufsichtsratsmandaten versorgt, wie heise.de berichtet.
“Als Sicherheitsexperte und treibende Kraft hinter der weltweiten Einführung elektronischer Reisepässe, speziell des deutschen ePasses, wird Otto Schily durch seine fundierten Marktkenntnisse die Positionierung der SAFE ID weiter stärken”, ließ das Unternehmen mitteilen.
Viel wertvoller als Schilys Marktkenntnisse war für die beiden Unternehmen und ihre ganze Branche vermutlich seine Politik als Bundesminister.
BILD: WIKIPEDIA, LIZENZ
5 Kommentare bisher ↓
1 Uwe Keim // 11. August 2006 um 19:22 Uhr
Halt auch so eine käufliche Drecksau wie die allermeisten Politiker. Das macht mich traurig :-(
2 Henning // 11. August 2006 um 20:18 Uhr
Marktkenntnisse… klar! Es gibt meiner Meinung nach zwei Szenarien: Entweder sie stellen ihn wegen guter Kontakte ein (fänd ich okay) oder als Belohnung für seine Politik (nicht okay).
3 niels // 12. August 2006 um 12:17 Uhr
Und da man nicht unterscheiden kann, welches der beiden Szenarien vorliegt, wäre ein früherer -und im übrigen gut versorgter- Politiker gut beraten, solche Mandate schon dann nicht anzunehmen, wenn nur die Besorgnis entstehen kann, es sei eine Belohnung für früheres Verhalten. Damit würden die Politpensionäre auch Schaden von ihren Parteien abwenden, deren Ansehen durch solche Aktivitäten nicht unbedingt befördert wird.
4 Henning // 13. August 2006 um 14:36 Uhr
Absolut richtig, Niels! Insbesondere bei Schily, der ja schon längst im Pensionsalter ist und als Ex-Minister auch gut versorgt (anders als beispielsweise ein Ex-Bundestagsabgeordneter mit 40).
5 zeineku.de » Otto Schily vor dem BND-Untersuchungsausschuss // 23. November 2006 um 21:01 Uhr
[...] Daß ich Otto Schily nicht besonders schätze, dürfte regelmäßigen Lesern bekannt sein. Der Ex-Innenminister wurde heute vom BND-Untersuchungsausschuss zum Fall El-Masri befragt und blieb bei seiner Darstellung, er habe erst Ende Mai 2004 und damit nach Khaled El Masris Freilassung von der Entführung des Deutschen erfahren. [...]
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