WILDWEST-METHODEN FÜR DEN BAHNVERKEHR: NORBERT GEIS, CSU, SETZT SICH FÜR DEN EINSATZ BEWAFFNETER “RAIL MARSHALS” EIN.
Schon vor zwei Jahren schrieb Die Welt über den damals von Markus Söder mal wieder ins Gespräch gebrachten Vorschlag, der deutschen Jugend eine nächtliche Ausgangssperre zu verpassen:
Während hier zu Lande das ganze Fesselwerk inklusive Dauerstubenarrest - vermutlich planmäßig - auf Wiedervorlage für den nächsten Antrittsradau eines Unionsgranden gelegt wird, könnte man sich eine andere Idee zur baldigen Umsetzung vormerken: Nasenringe für Generalsekretäre. An selbigem könnten sie dann in ihre Parteizentrale zurückgezogen werden, wenn sie wieder einmal über die Stränge geschlagen haben.
Deutliche Worte aus einer Zeitung, die nun nicht unbedingt als besonders linkslastig bekannt ist. Ich möchte diesen Vorschlag erweitern auf abgehalfterte Unionsminister und Lärmhinterbänkler. Von Leuten wie Norbert Geis (der übrigens den von der Welt zitierten Söder-Vorschlag in den 1990iger Jahren auch schon mal brachte) und Rupert Scholz hört man immer nur, wenn sie nachrichtenhungrigen Journalisten besonders abseitige Ideen in die Notizblöcke diktieren.
Für diejenigen, die sich nicht mehr erinnern: Scholz war der Unionspolitiker, der -vielleicht aus Verbitterung darüber, daß seine Berliner Parteibasis ihn nicht mehr als Bundestagsabgeordneten haben wollte- im Januar sich dafür stark machte, Deutschland mit eigenen Atomwaffen auszustatten.
Norbert Geis, der andere Amok-Denker der Union, forderte dieser Tage, man solle in Zügen die gleichen Sicherheitsmaßnahmen wie in Flugzeugen vorsehen. “Rail Marshals”, also bewaffnete Zugbegleiter, brauche unser Land. Sekundiert hat ihm dabei Clemens Binninger von der CDU.
Was die Eisenbahnschützer im Ernstfall gegen Bombenleger unternehmen sollen und welche Vorteile “Rail Marshals” gegenüber dem Einsatz von zivilen und uniformierten Polizeistreifen bieten, sagte Geis offenbar nicht.
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