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Im Kino: World Trade Center

30. September 2006 · Keine Kommentare

Die taz findet World Trade Center ätzend und nölt über Rollenklischees und die Abwesenheit von Afroamerikanern. Also all das, was man von einer taz-Filmkritik auch erwarten würde. SPIEGEL ONLINE ist auch nicht begeistert und kritisiert Pathos und Seifenoper-Stimmung. Aber welchen Sinn hat es, einem Film überzogenes Pathos und Verkitschung vorzuwerfen, der maßgeblich auf den Augenzeugenberichten von zwei tatsächlich in den Hochhaus-Trümmern verschütteten Polizisten beruht?

Der Film ist beeindruckend und sehenswert. Dokumentarisch ist nicht nur die Schilderung der Geschehnisse am Katastrophentag selbst, sondern auch die Sichtweise Amerikas auf die Anschläge. Mir ist der Gedanke unverständlich, sich als Reaktion auf die Al-Kaida-Aktionen freiwillig in den Irak zu melden, aber in den USA dachten wohl nach dem 11. September 2001 viele so wie der Marines-Reservist, dessen späteren Lebensweg der Film noch im Abspann kurz nachzeichnet.

Rubrik: Im Kino gewesen. Gebloggt.

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