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StudiVZ und die geheimen, öffentlichen Bilder

21. November 2006 · Ein Kommentar

Man sollte eigentlich vermuten, daß die StudiVZ-Macher in der letzten Zeit soviel auf die Nase bekommen haben in der Netzöffentlichkeit, daß sie inzwischen ein wenig geschickter und routinierter agieren als am Anfang der öffentlich gewordenen langen Kette von Vorwürfen und Kritik.

Das Gegenteil ist der Fall. “Sicherheitsbedenken sind unbegründet” tönt das Firmenblog großspurig herum, um dann im Text aber genau das offiziell zu bestätigen, was Kern der Vorwürfe u. a. von yamb und blogbar ist: Auch als privat gekennzeichnete Bilder in den Fotoalben der StudiVZ-Nutzer sind für jeden Internet-Nutzer abrufbar. Man muß sich dazu nicht mal beim StudiVZ einloggen oder einen eigenen Account besitzen.

Der einzige “Schutz” ist eine halbwegs schwer zu erratende URL. Das nützt aber überhaupt nichts, wenn ein Bild einmal öffentlich bekannt war (versehentlich kurz nach dem Hochladen etwa) und später als privat gekennzeichnet wird. Alle, die einmal die Adresse des Bildes kannten, können weiter darauf zugreifen.

Theoretisch könnten Bilder auch im Index von Bildersuchmaschinen wie etwa Google Images landen, bevor sie mit dem Flag “privat” versehen werden. Daß sich bei Google Images nicht haufenweise private Bilder von StudiVZ-Nutzern finden, dürfte daran liegen, daß StudiVZ per Robots.txt Suchmaschinen vom Indizieren abhält und sich Google an diese Bitte hält.

Rubrik: Netzkultur

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