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Markus Söder und seine gerechte Autobahnmaut

10. Dezember 2006 · 2 Kommentare

Mautstation

SPANISCHE MAUTSTATION, BILD: PIXELQUELLE.DE

Autobahnbau und -unterhaltung kosten viel Geld. Dieses kann der Staat entweder aus dem allgemeinen Haushalt aufbringen oder -wie in Deutschland bei Lkw und in vielen anderen Staaten für alle Autos- teilweise durch die Erhebung von Mautgebühren.

Markus Söder, Generalsekretär der CSU, wird bei SPIEGEL ONLINE zitiert:

Eine Pkw-Maut sei gerecht, da in zahlreichen anderen europäischen Ländern Autofahrer zur Kasse gebeten würden. Um eine stärkere finanzielle Belastung deutscher Autofahrer zu vermeiden, müssten Mineralöl- oder Ökosteuer deutlich gesenkt werden, forderte Söder.

Also noch mal ganz langsam zum Mitdenken: Bisher werden Autofahrer durch Kfz-Steuer und Mineralölsteuer belastet. Die Kfz-Steuer richtet sich nach der Hubraumgröße des Fahrzeuges und den Emissionen des Motors, die Mineralölsteuerbelastung letztlich nach Verbrauch, Kraftstoffart und Fahrleistung.

Vereinfacht: Wer viel fährt und einen übermotorisierten, veralteten Wagen hat, zahlt mehr als jemand, der ein sauberes 3-l-Auto nur einmal die Woche zum Getränkeholen benutzt.

Das findet Herr Söder nicht gerecht und möchte diese Abgaben reduzieren zugunsten von pauschalen Gebühren für Autobahnvignetten. Muß an den Temperaturen liegen, daß das Sommerloch sich bis in die Adventszeit ausgedehnt hat.

Rubrik: Zeitgeschehen

2 Kommentare bisher ↓

  • 1 Henning // 10. Dezember 2006 um 16:06 Uhr

    Vor allem weil die Vignette ja wie eine Flatrate ist, wenn man sie mal hat. Und was macht man, wenn man eine Flatrate hat? Genau.

  • 2 niels // 10. Dezember 2006 um 16:49 Uhr

    Genau. Wer pauschal bezahlt hat, neigt dazu, die Gegenleistung reichlich auszukosten. Falsche Nutzungsanreize.

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