Am meisten schätze ich Youtube dafür, daß sich da wahre Schätze der Fernsehgeschichte verbergen. Nach Interviews mit Klaus Kinski z. B. kann dort jeder forschen und nicht nur die Archiv-Sachbearbeiter der ARD-Anstalten.
Youtube will und muß aber Geld verdienen und versieht die Clips wohl demnächst mit Werbung. Der Erlös soll zwischen dem zum Google-Imperium gehörenden Unternehmen und dem Nutzer geteilt werden, der den Clip hochgeladen hat.
Spätestens dann aber werden Fernsehsender und andere Rechteinhaber nicht mehr akzeptieren, daß da jemand anders ihr geistiges Eigentum hochgeladen hat und nun auch noch Geld sehen will. Statt der legendären Kinski-Auftritte im deutschen Fernsehen gibts demnächst also im wesentlichen nur noch langweiliges Viralmarketing und Homevideos zu sehen. Die wilde Pionierzeit ist vorbei, leider.
2 Kommentare bisher ↓
1 Thomas // 25. April 2007 um 13:10 Uhr
Das wäre in der Tat sehr schade.
Vielleicht wird ja aber etwas aus den eigenen Plänen der Sender, ihr Archiv zu digitalisieren und öffentlich zu machen.
2 niels // 28. April 2007 um 0:49 Uhr
Schön wärs und “verdient” hätten wir Gebührenzahler es wohl auch. Die BBC soll wohl schon wesentlich weiter sein.
Problematisch ist zuweilen, daß die Sender die Nutzungsrechte für die Online-Verwertung selbst nicht haben. Dann bekämen sie möglicherweise Ärger mit den Urhebern, wenn sie Archivmaterial großzügig online anbieten.
Kommentieren