Metaversum is preparing to release Yumondo, the first Metaversum product, in early 2007.
Sagt Metaversum, über Metaversum. Weil wir schon etwas länger als early twothousandandseven haben, scheinen sie ein bißchen hektisch zu werden und haben das mit dem Datenschutz bei einem internen Wiki für “Yumondo” nicht so richtig gut hingekriegt (Spreeblick, fixmbr).
Bis hierher nur ein bißchen ulkig und peinlich, aber der Spaß hört auf, wenn in den öffentlich gewordenen Wikipages die sexuellen Vorlieben einer bestimmten Qype-Nutzerin enthalten sind, die Metaversum wegen des Projekts kontaktieren möchte.
Einem Unternehmen, das so mit internen Daten umgeht, würde ich jedenfalls nichtmal die Zahl meiner Finger verraten.
5 Kommentare bisher ↓
1 Jacques // 26. April 2007 um 14:25 Uhr
Hehe. Bei fixmbr gibts ‘n Link zu Googles Cache, ‘n Spreekahn wollten sie auch mieten.
2 Dominic // 26. April 2007 um 21:15 Uhr
Im großen ist es — wie du sagst — ulkig, peinlich und unprofessionell, dass das Wiki »ungesichert« war.
Die sehr ausgearbeitete Planung finde ich teilweise legitim — ähnliche Gedanken (wie kriegt er seine Seite bekannt) macht sich jeder andere auch. Nur behält er seine Gedanken (sinnvolle und abwegige) für sich. :)
Wer ein Blog, Forenbeiträge, Kommentare, etc. hat, die auf die sexuellen Vorlieben, das Arbeitsverhältnis oder Hass auf den Nachbarn schließen lassen, der braucht sich nicht zu wundern, wenn diese Daten irgendwann zusammengetragen und (gegen einen) verwendet werden.
Nicht, dass ich das gutheißen würde, aber man muss sowas halt bedenken. Auch, wenn man sich auf der Teilnehmerliste der re:publica einträgt, positioniert man sich sehr schön und freiwillig für jedermann (und Google/Archive.org vergessen nie) für lange Zeit zugänglich in einer bestimmten Zielgruppe.
Ich glaube jedenfalls daran (befürchte es), dass Techniken kommen werden (oder schon in der Entwicklung sind), die das Internet automatisch durchsuchen und die Daten zu einem mehr oder weniger aussagekräftigem Profil zusammen tragen.
Werbende, Geheimdienste, irgendwer wird das schon finanzieren.
Das kann dann der zukünftige Arbeitgeber/Date/Schwiegervater für 199€ kaufen oder im Abo Profile durchsurfen. Ist doch auch nur sowas ähnliches wie Xing oder Myspace. ;)
Dreist wird es natürlich beim Punkt »laden wir Agenturen ein, um uns inspirieren zu lassen und machen es dann selber?«
Aber auch hier: (Leider) teilweise gängige Praxis.
3 PR-Gau im Web 2.0 - Wege aus der Krise am Beispiel Metaversum und Yumondo auf F!XMBR // 26. April 2007 um 23:15 Uhr
[...] 5 Blogs berichten bereits, eines der größten Blogs Deutschlands - und kommt man bei Metaversum vielleicht nun ins Nachdenken? Nein, man meldet sich erneut bei F!XMBR und bittet um Löschung der Links zum Google-Cache! Spätestens hier habe ich trotz persönlichen Kontakt - der ja immer ein anderer ist, als der schriftliche - dann nur noch mit dem Kopf geschüttelt. Der Ix war der nächste, er hat sich von Falk transpirieren lassen. Rene hat es zu del.icio.us gepackt, Zeitgeschehen und Netzkultur fragt nach dem Datenschutz, die Blogpiloten haben zum Teil schuld an der Headline dieses Artikels, die Ringfahndung fasst nochmal alles zusammen, public-beta.com findet das Verhalten mehr oder weniger normal und Markus, ja Markus ist immer noch eingeschnappt, weil ich sein neues, chinesisches Förmchen kritisiert habe, c’est la vie, aber auch er tippselt ein paar feine Zeilen und hat sogar Metaversum die Domain twinity.de vor der Nase weggeschnappt. [...]
4 niels // 26. April 2007 um 23:40 Uhr
Dominic: “Wer ein Blog, Forenbeiträge, Kommentare, etc. hat, die auf die sexuellen Vorlieben, das Arbeitsverhältnis oder Hass auf den Nachbarn schließen lassen, der braucht sich nicht zu wundern, wenn diese Daten irgendwann zusammengetragen und (gegen einen) verwendet werden.”
Es ist das eine, solche Informationen aus öffentlich zugänglichen Quellen zu gewinnen und zu speichern. Aber wenn man sensible Informationen anhäuft, tut man das nicht in einem Wiki und schon gar nicht öffentlich.
Wenn das doch passiert, weil jemand seine Hausaufgaben nicht gemacht hat, sollte man schnell reagieren und sich bei den Betroffenen entschuldigen, aber vielleicht ist das ja auch schon längst geschehen.
5 Metaversums Yumondo meldet sich zurück // 21. Mai 2007 um 12:40 Uhr
[...] Yumondo - Ihr erinnert Euch? Das waren die Jungs von “Metaversum”, die ihre Projektplanung inklusive der sensiblen Daten von Unbeteiligten als ungeschütztes Wiki führ…. [...]
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