Was schon in den letzten Jahren der Tour de France ein Standardtreppenwitz war, wird nun von der Realität überholt: Es gewinnt der Fahrer, der als letzter positiv getestet wird.
Recht heuchlerisch kommt mir die Reaktion von ARD und ZDF vor, zunächst aus der Berichterstattung auszusteigen. Unter der Hand haben ernstzunehmende Fachjournalisten das Ausmaß des pharmazeutischen Einflusses auf die Tour schon seit Jahren bestätigt. Die Entscheidungsträger bei den öffentlich-rechtlichen Sendern können also kaum glaubwürdig behaupten, bisher von nichts gewusst zu haben.
Von den ganzen halbseidenen Ex-Radlern, die man sich jahrelang als Experten gegen kräftige Honorare vor die Kameras holte, will ich lieber gar nicht anfangen…
2 Kommentare bisher ↓
1 Thomas // 27. Juli 2007 um 9:12 Uhr
Wo behaupten den die Leute vom Öffentlich-Rechtlichen noch nie was gewusst zu haben, also die Vorberichterstattung dieses Jahr, die dazwischen und auch schon die Nennung von Verdachtsmomenten seit langem, sprechen da eine andere Sprache. Hätten ARD und ZDF lieber weiter übertragen sollen, nur um dann nicht als Heuchler dargestellt zu werden. Und immerhin holten sie sich nicht, wie aktuell SAT 1, Jan Ulrich himself als unwidersprochenes Unschuldslamm ans Telefon, damit er live zur Tour seinen Senf dazu geben kann.
2 Joachim // 27. Juli 2007 um 13:13 Uhr
Der Ausstieg aus der Übertragung ist nicht nur heuchlerisch, es ist auch eine Verschwendung von GEZ-Gebühren.
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