Johannes Rau hats vorgemacht: Wer sein Bundesland lange genug als Regent nervt, wird ins Schloss Bellevue abgeschoben. Die bayerische CSU ist Stoiber zwar schon losgeworden, aber vielleicht hat man Angst, daß er als ewiger Ministerpräsident auch vom Altersruhesitz zu viel mitreden würde und schlägt ihn deshalb als Nachfolger von Horst Köhler als Bundespräsidenten vor.
Dann rückt, äh, Bayern näher an Berlin
11. August 2007 · 3 Kommentare
Rubrik: Zeitgeschehen
3 Kommentare bisher ↓
1 oldman // 11. August 2007 um 15:16 Uhr
Es mag Herrn Stoiber schmeicheln, und das wird das Ziel der Vorschlagskünstler sein, aber nicht alle Mitglieder der Bundesversammlung haben ‘was an der Waffel.
2 Thomas // 11. August 2007 um 17:44 Uhr
Halte ich ohnehin für eine Scheindiskussion, da die Wahrscheinlichkeit einer Wiederwahl von Köhler recht hoch ist. Die Gefechte zwischen Bundespräsident und Bundesregierung sind doch eher Scheingefechte, in Wahrheit ist Merkel doch ganz froh das Köhler vom Volk ein wenig als zusätzliche Opposition wahrgenommen wird ohne viel befürchten zu müssen. Und vielleicht macht man es wie einst beim schon stark verwirrten CDU-Mann Lübke, der wurde von der SPD vorgeschlagen um der CDU eins auszuwischen. Die musste “ihren” Mann dann mitwählen.
3 eadha - barfuss im sommerregen // 13. August 2007 um 9:42 Uhr
Der Spiegel schreibt “Stoiber verfüge über große bundespolitische Erfahrung, kenne sehr genau die Verhältnisse in den neuen Bundesländern und habe sozialpolitisches Fingerspitzengefühl.” und “Auch der CSU-Landtagsabgeordnete Bernd Weiß sprach sich in der Zeitung für Stoiber als möglichen Nachfolger Köhlers aus: “Stoiber als Anwalt des kleinen Mannes wäre ein echter Volkspräsident. Und er ist ein Mann der Jugend.”..”
Fehlt nur noch die herausragende Rhetorik - und wer will schon einen Grobrhetoriker als Bundespräsidenten…..
Ich persönlich würde mich über eine Wiederwahl Köhlers freuen….
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