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Strategischer Fehler der Union beim Mindestlohn

17. Dezember 2007 · 4 Kommentare

Heute die Zeitarbeit, nach Weihnachten wahrscheinlich die Sicherheitsdienste, danach die Friseurinnen. Mit ihrer Weigerung, einen generellen gesetzlichen Mindestlohn einzuführen, ist die Union sich zwar treu geblieben, gleichzeitig aber in eine Falle der Sozialdemokraten gelaufen. Die SPD kann nun, seit der Bundestag den Mindestlohn für die Briefzusteller verabschiedet hat, mit immer neuen Branchenvorschlägen eine Dauermindestlohndebatte befeuern und sich dieses attraktive Wahlkampfthema dadurch nachhaltig zu eigen machen.

Rubrik: Zeitgeschehen

4 Kommentare bisher ↓

  • 1 dak // 18. Dezember 2007 um 7:37 Uhr

    Der Mindestlohn ist absolut notwendig. Jeder, der Arbeiter für weniger als 7,50€ einstellt und auf die Subventionierung durch den Staat hofft, ist ein skrupelloser Kapitalist. So etwas hat in der sozialen Marktwirtschaft nichts verloren.

  • 2 niels // 18. Dezember 2007 um 17:20 Uhr

    Von € 7,50 /h brutto kann man in einigen Regionen Deutschlands durchaus leben, ohne staatliche Transfers in Anspruch nehmen zu müssen. Umgekehrt kann es in anderen Städten schwierig sein, eine vierköpfige Familie von € 10,–/h zu ernähren.

  • 3 Sebastian // 22. Dezember 2007 um 22:19 Uhr

    Naja, Arbeitgeber sind eben keine Wohltätigkeitsorganisationen, die nur Geld verteilen können. Die Alternative ist eben häufig: Entweder bezahlte Arbeit für weniger als 7,50 €/Std. mit staatlichem Zuschuss, oder Hartz IV mit allen negativen Gewöhnungseffekten (Alkohol- und TV-Konsum, allgemeine Antriebslosigkeit etc.), die ja bei der betroffenen Klientel leider auftreten.

  • 4 sebastiangalka.de » Archiv » Der Populismus des Roland Koch // 12. Januar 2008 um 10:03 Uhr

    [...] zu dem die SPD bereits zuversichtlich sein konnte, mit der Forderung nach dem Mindestlohn die Union vor sich her treiben zu können. Doch über Andrea Ypsilantis Unterschriftenkampagne redet plötzlich niemand [...]

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