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Party-AStA Bochum

18. Dezember 2007 · 6 Kommentare

Wenn man einem gängigen Campus-Vorurteil glaubt, sind Allgemeine Studierenden-Ausschüsse (kurz: AStA) im wesentlichen für zwei Dinge da - Partys und Geldverschwendung. Der AStA der Ruhr-Uni Bochum scheint sich alle Mühe zu geben, das zu bestätigen. (Noch ausführlicher)

Nach dem Flop der Mensa-Party des Allgemeinen Studierenden Ausschusses (AStA) der Ruhr-Uni zeichnet sich eine schwere finanzielle Krise des AStA ab. Die Rücklagen von 160 000 Euro zum Ausgleich des Verlustes, die der zurückgetretene Vorsitzende Fabian Ferber ins Spiel brachte, seien als Festgeld angelegt, sagt Rene? Voss, Vorsitzender des Haushaltsausschusses im Studierendenparlament (Stupa) - und damit gar nicht ohne weiteres zugänglich.

Wieviel war’s denn? Man lese weiter und staune:


In diesem akademischen Jahr verfügt der AStA über einen Haushalt von rund 1,4 Mio Euro, ca. 800 000 stammen aus dem Sozialbeitrag, der Rest kommt aus den Wirtschaftsbetrieben wie Copy Shop oder Kultur Cafe?. Voss vermutet, dass die Party bei 2 000 Gästen rund 60 000 Euro eingebracht haben wird. Bei angenommenen 200 000 Euro Kosten könnte das Defizit sogar auf 140 000 Euro zu beziffern sein. Der RCDS bringt gar 190 000 ins Spiel. “Bisher ist alles aber reine Spekulation”, sagt Voss. Der AStA offenbarte auch gestern keine Zahlen. [...]

Beeindruckend, oder? Wenn ich Studierender in Bochum wäre, und einem der Knilche über den Weg liefe, kurz nachdem ich meinen Semesterbeitrag überwiesen habe, ich wüsste nicht, auf was für Gedanken ich käme.

Gefunden bei Herrn Heinser.

Rubrik: Zeitgeschehen

6 Kommentare bisher ↓

  • 1 Henning // 18. Dezember 2007 um 0:56 Uhr

    Das sind ja wirklich sehr astronomische Zahlen. Jedenfalls für jemanden, der in Süddeutschland studiert.

    Wir machen hier Partys, damit wir ein bisschen Geld zum Wirtschaften haben und nicht ausschließlich auf die paar Euro aus dem allgemeinen Uni-Haushalt angewiesen sind.

  • 2 Lukas // 18. Dezember 2007 um 14:33 Uhr

    Ich finde schon die Kosten von 200.000 Euro erstaunlich, wenn man bedenkt, dass ein großes, mehrtägiges Open-Air-Festival mit an die hundert Bands, Dixie-Klos und Campingplätzen angeblich “nur” sechs Millionen kosten soll.

    Aber so ist das, wenn man Menschen, die von Montag bis Freitag die Weltrevolution planen, am Samstag Dinge tun lässt, von denen sie noch weniger Ahnung haben. Ich werde mal sehen, ob ich gegen meine Zahlung an den AStA Widerspruch einlegen kann.

  • 3 Sven // 19. Dezember 2007 um 18:31 Uhr

    Also, jetzt mal ganz ehrlich:
    Ich studiere in Bochum und ich war auf der Party und die Stimmung war der Hammer! Diese Diskussion um die 200.000€ kann ich auch nicht ganz verstehen, da nach Auskunft des AStA das Geld zur Refinanzierung der Party zur Verfügung steht.
    Dieser AStA war der erste, der mal wirklich etwas auf die Beine gestellt hat, was nicht nur “extrem” Linke interessiert,
    Ganz klar, der Schuß ist nach hinten losgegangen… aber die Jungs und Mädels für ihren Mut jetzt so durch den Kakao zu ziehen finde ich nicht gut,
    @Lukas: Zur Zeit wird der AStA in Bochum von Jusos (SPD), RCDS (CDU) und LHG (FDP) gestellt… wo sin da bitte die großeb Revolutionäre??
    Grüße aus dem schönen Bochum

  • 4 Sven // 19. Dezember 2007 um 18:32 Uhr

    P.S,; Das Geld was für die Party draufgegangen ist wäre doch eh ausgegebenworden….

  • 5 Lukas // 19. Dezember 2007 um 20:08 Uhr

    Welcher Name letztlich draufsteht, ist bei den Hochschulgruppen doch reichlich egal. Und ob das Geld für etwas sinnvolles ausgegeben wird oder für die Bespaßung von nicht mal zehn Prozent der Studenten, macht schon irgendwie einen Unterschied. Glaube ich …

  • 6 Ronald // 19. Dezember 2007 um 20:08 Uhr

    Hi,

    das Geld wäre eh NICHT ausgegeben worden, wie man liest an der RUB - ich studiere auch dort und habe erfahren, dass der Vorgänger-AStA die Beiträge für den AStA im Vorjahr erhöht hat - obwohl man selbst mit dem “niedrigen” Beitrag 135.000 Euro Überschuss reinholte.

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