Nur ganz kurz und eher für mein eigenes Kino-Protokoll:
Der Film bietet anschaubare Unterhaltung und dürfte auf der dritten Welle des Jakobswegs-Fiebers ganz gut kommerziell mitschwimmen können.
Drei grundverschiedene und auch zerstrittene Geschwister werden durch das Testament ihrer Mutter dazu verdonnert, sich gemeinsam auf den Weg nach Santiago de Compostela zu machen.
Hübsche Landschaftsaufnahmen, manch nette Pointe und eine Nacktszene können aber selbst männliche Betrachter nicht darüber hinwegtrösten, dass die Charaktere viel zu holzschnittartig und klischeeüberfrachtet angelegt sind. Die Schauspieler agieren zudem teilweise etwas steif und unnatürlich. Mal kommt der Film reportage-ähnlich daher, um dann wieder Richtung Theaterbühne zu driften. Das Ende der Handlung wird dann endgültig kitschgetränkt.
Man verpasst keinen Meilenstein der Kinogeschichte, wenn man sich Saint-Jacques - Pilgern auf Französisch nicht ansieht, aber in einem nicht zu teuren Programmkino ist es auch keine wirkliche Geldverschwendung.
2 Kommentare bisher ↓
1 Zuckerbäckerin // 8. Januar 2008 um 7:44 Uhr
Klingt nach Darjeeling Limited in grün.
Und wer ist die/der Nackedei? Neuerdings darf sowas ja nicht unerwähnt bleiben, siehe Nora Tschirner in Keinohrhasen oder Viggo Mortensen in Tödliche Versprechen… ;-)
2 niels // 8. Januar 2008 um 18:01 Uhr
Und wer ist die/der Nackedei?
Ein bißchen nackt sind fast alle mal im Laufe des Films, aber in der Szene, die ich meinte, entkleiden sich in der Badewanne hauptsächlich die beiden jüngsten und hübschesten Schauspielerinnen von “Pilgern auf Französisch”, Marie Kremer und Flore Vannier-Moreau, natürlich aus rein künstlerisch-dramaturgischen Gründen.
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