Nachdem gestern die CDU dran war, heute mal zwei SPD-Gesichter. Auch nicht besser, oder?


Ich kapier’ auch die Pointe mit dem Boxhandschuh nicht ganz. Wollen die Jungs sich mit den Wählern schlagen, mit dem politischen Gegner? Und was hat das mit Sozialem zu tun? Boxhandschuhe für alle?
18 Kommentare bisher ↓
1 Sebastian // 12. April 2008 um 22:59 Uhr
Ich glaube beim zweiten ist es sein LARP Equip :-) Und der erste meint es vielleicht ernst. Gruselig.
2 niels // 12. April 2008 um 23:04 Uhr
Hehe. Nummer 2 ist tatsächlich Rollenspieler. Gegooglet oder gleich an der Frisur erkannt?
3 eadha // 13. April 2008 um 9:03 Uhr
ich würd’s an der frisur etc festmachen…. ich hab irgendwie festgestellt, dass in rollenspielerkreisen (egal, ob larp oder pen&paper) ziemlich oft ein solches erscheinungsbild vorkommt…. warum auch immer…. ;)
4 Sebastian // 13. April 2008 um 11:03 Uhr
Ja, hab’s einfach mal angenommen :-)
5 almi // 13. April 2008 um 11:44 Uhr
aber nummer zwei hat auch irgendwie was kelly-family-eskes an sich.
6 FerdiFuchs // 15. April 2008 um 14:19 Uhr
Der rote Boxhandschuh ist das Symbol für die starke soziale Stadt, für die die SPD eintritt. Im Gegensatz zur CDU ist die SPD für die Vergabe öffentlicher Aufträge nur an Tariflöhne zahlende Unternehmen, für Gemeinschaftsschulen in Kiel und für mehr Sozialarbeit in den Brennpunkten der Stadt - und im Gegensatz zur CDU ist sie auch gegen Studiengebühren an den Kieler Hochschulen, gegen den Bau eines Riesen-Kohlenkraftwerkes und gegen Sporthallennutzungsgebühren, die die Mitgliedsbeiträge der Sportvereine in die Höhe treiben und so für Menschen mit weniger Geld unbezahlbar machen. Der Boxhandschuh symbolisiert “Kieler Stärke”: Offensiv und selbstbewusst, aber fair. Da hat man doch eine Wahl: Entweder den Rückzug der öffentlichen Hand und ein jeder kümmere sich um sich selbst - dafür steht die CDU. Oder man entscheidet sich für die gemeinsame Gestaltung eines sozialen öffentlichen Gemeinwesens, zugunsten von Starken und Schwachen. Also mir fällt die Entscheidung da leicht…
7 Edna Krabappel // 15. April 2008 um 14:43 Uhr
Jetzt haben sich die Sozis mal was Lustiges mit Symbolkraft einfallen lassen und habens auch noch umgesetzt und der einzige Kommentar zu der ganzen Sache hier ist ein “Hä? Ich raffs nicht…” (jaaa, dann schau halt nach und informier dich! Sollte man doch von einem angeblich mündigen Bürger verlangen können!). Noch blöder sind aber die Kommentare zum äußeren Erscheinungsbild der Kandidaten. Da kann ich nur sagen: reife Leistung! Ich hoffe, ihr betrachtet euch genauso kritisch im Spiegel… Ach ne, muss ja nicht sein, denn hier engagiert sich sicher niemand politisch oder sozial und deshalb müssen Gott sei Dank auch eure Bilder nicht öffentlich gezeigt werden! Puuuhhh!
Ihr hättet wohl lieber nen Rat, in dem lauter kleine Paris Hiltons sitzen, dann könntet ihr euch wenigstens über die Wahlplakate freuen…Viel Spaß beim Untergang der (dann von der Rathausspitze bis zur Kanalratte sicher pinken) Stadt!
8 niels // 15. April 2008 um 18:06 Uhr
1. Ich habe mich hauptsächlich nicht zum Äußeren der Kandidaten geäußert, sondern zur Gestaltung der Fotos. Das ist ein Unterschied.
2. Wenn die Partei nicht wollte, dass man über das Äußere ihrer Kandidaten nachdenkt und darüber auch diskutiert, sollte sie keine Fotos von ihnen aufhängen.
3. Wenn Ihr hier schon potemkinsche Dörfer errichtet, stellt Euch beim nächsten Mal bitte etwas schlauer an und kommentiert wenigstens von zwei unterschiedlichen Rechnern.
4. Findet Ihr “zwei” nicht auch, dass es ein bißchen unglaubwürdig klingt, implizit zu behaupten, die Stadt müsse nach gerademal 5 Jahren schwarz-grüner Kooperation von der Kieler SPD mit sozialen und ökologischen Wohltaten erlöst werden, wenn die SPD selbst zuvor über 40 Jahre am Ruder stand?
9 FerdiFuchs // 16. April 2008 um 0:10 Uhr
Es stimmt - zwei Leute benutzen einen Rechner. Fantastisch, nicht wahr?
Die vorangegangenen Äußerungen zu Ziff. 1 bis 3 kommentieren sich selbst. Allerdings bedarf die in Ziff. 4 gestellte hämische Frage einer trotzdem ernst gemeinten Antwort: Wenn die Wählerinnen und Wähler nach dem Ablauf einer Wahlperiode wieder zu den Wahlurnen gerufen werden, dann sollen sie auch zwischen Wahlalternativen entscheiden dürfen (alles andere wäre doch wohl undemokratisch). Die SPD hat viele Jahre die Geschicke der Stadt bestimmt - u.a. deswegen verfügt Kiel heute über ein tief gestaffeltes Netz an sozialen Einrichtungen, deswegen steht hier eine der umweltverträglichsten Müllverbrennungsanlagen Deutschlands, deswegen ist Kiel “Klimaschutzstadt”. So etwas kommt nicht von selbst - jedes Jahr, jeden Monat müssen dafür die richtigen Entscheidungen im Rathaus gefällt werden, um diesen Zustand aufrechtzuerhalten und weiterzuentwickeln. Und ich bin der Auffassung, dass in den vergangenen fünf Jahren zu viele Fehentscheidungen getroffen wurden - neben den bereits genannten z.B. die Einführung von Eintrittspreisen für Museen und Galerien, die die Besucherzahlen massiv senkte und dadurch fast keine Mehreinnahmen brachte. Oder die Fortsetzung der privaten Müllabfuhr in Kiel, obwohl eine vollständige Übernahme durch die Stadt bessere Löhne für die Beschäftigten bedeutet hätte und ohne zusätzliche finanzielle Belastung der Gebührenzahler möglich gewesen wäre (weil die Gebühren sinken). Oder die angestrebte Teilprivatisierung der Betriebsführung der Stadtentwässerung, die die Entwässerungsgebühren und damit die Nebenkosten für viele Mieter in die Höhe treiben wird, weil ein privater Teilhaber gewinnorientiert arbeiten muss. Oder der Verkauf der Erbbaugrundstücke, der es in Zukunft Menschen mit wenig Geld (insbesondere jungen Familien) deutlich erschweren wird, ein Eigenheim in Kiel zu bauen - das wird wieder zu einer Stadtflucht führen. Das sind nur einige Beispiele für politische Fehlentscheidungen von CDU und GRÜNEN.
Ich kann begründen, warum ich am 25. Mai nicht CDU, sondern SPD wählen werde. Du auch?
10 niels // 16. April 2008 um 7:52 Uhr
“Du auch?”
Ich weiß noch gar nicht, wen ich wählen werde. CDU und SPD sind bisher auch nicht in der engeren Auswahl. Soviel verrate ich schon mal.
Darum ging es mir hier ja auch gar nicht. Ich habe nur zeigen wollen, dass die Plakate der beiden großen Parteien, die hier in meiner Gegend stehen, langweilig, schlecht gestaltet und dämlich betextet sind. Von den Kleinen habe ich noch nicht viel gesehen, sonst hätten die ihr Fett auch längst abbekommen.
11 Sebastian // 16. April 2008 um 9:02 Uhr
Oh oh, da kann jemand aber überhaupt nicht mit Kritik umgehen. Der Boxhandschuh ein Symbol für Stärke? Oha, das ist mir zu subtil, das raff ich wirklich nicht :-) Obwohl… doch, hab’s begriffen.
Abwertend war auch nicht gemeint, dass Lars Juister offensichtlich Rollenspieler ist, was, oh Wunder, sogar stimmt. So what? Und mehr wurde dann hier auch schon garnicht mehr behauptet. Der einzige, der hier hier Hässlichkeit unterstellt, ist Edna Krababbel, Glückwunsch.
“Ach ne, muss ja nicht sein, denn hier engagiert sich sicher niemand politisch oder sozial und deshalb müssen Gott sei Dank auch eure Bilder nicht öffentlich gezeigt werden! Puuuhhh!”
Da wäre ich mir im Übrigen nicht so sicher, ich selber bin zum Beispiel in einer relativ großen Partei, wenn auch nicht mehr gar so aktiv wie noch vor einiger Zeit. Es ist übrigens die SPD :-) Aber zum Glück gibt es keinen Länder- und ebenenübergreifenen Fraktionszwang, so dass ich nicht alles gut durchdacht finden muss.
12 sebastiangalka.de » Überraschung bei der Kommunalwahl in Schleswig-Holstein: SPD-Mitglieder wählen SPD! // 18. April 2008 um 17:35 Uhr
[...] die Kandidaten auf den Plakaten auch alle einen roten Boxhandschuh. Das hat Niels auf zeineku.de nicht ganz verstanden und wurde dafür von “FerdiFuchs” und “Edna Krabappel” (in den Kommentaren) [...]
13 Lars (der vom Plakat) // 18. April 2008 um 21:52 Uhr
Ich bin in der Tat Rollenspieler - sowohl am Tisch als auch im Wald (leider hatte ich lange keine Zeit dafür).
Gegen den Kommentar von almi “aber nummer zwei hat auch irgendwie was kelly-family-eskes an sich.” muss ich mich allerdings verwahren.
Da ist meine CD-Sammlung doch eher schwermetalllastig. - Hätte jetzt wohl keiner gedacht, dass ein langhaariger Rollenspieler auch noch Metal hört. ;-)
Tut mir leid, dass mein Kandidatenplakat nicht jedem gefällt. Wie sollten denn nach Eurer Meinung gute Wahlplakate aussehen?
So ein “Standardplakat” fände ich eher langweilig, deshalb gefallen mir unsere Plakate mit dem Handschuh eigentlich ganz gut.
14 niels // 20. April 2008 um 19:48 Uhr
Lars: “Standardplakate” der Art liebloses Portrait+Parteiname finde ich auch nicht besser. Schrieb’ ich ja auch über die der CDU.
Dennoch: Etwas mehr Inhalt darf schon sein und sooo witzig oder originell ist der Boxhandschuh irgendwie nicht.
Ich gebe aber gerne zu, dass meine Kritik möglicherweise zum Teil daraus resultiert, dass mir die SPD mit ihren nicht besonders konstruktiv klingenden Äußerungen zur Kieler Kommunalpolitik auf den Keks gegangen ist.
Man gewann zunehmend den Eindruck, dass Ihr Euch schmollend in die Ecke gestellt habt, als Schwarz-Grün das Ruder übernahm.
15 Lars (der vom Plakat) // 21. April 2008 um 8:13 Uhr
Niels: Das ist eine Schwierigkeit vor der man leider immer bei Plakaten steht. Einerseits möchte man möglichst viel rüberbringen, andererseits sollen sie auch bei einem flüchtigen Blick erfasst werden können.
Kandidatenplakate haben in erster Linie die Aufgabe, darauf hinzuweisen, wer vor Ort antritt. Da muss dann also erstmal ein Bild der/des Kandidatin/Kandidaten und deren/dessen Name drauf. Wenn man dann noch den Wahlkampfslogan und die Partei ergänzt ist es schon ziemlich voll.
Dafür haben wir uns bei unseren großen Plakaten entschieden, Themen anzureißen und keine Gesichter zu kleben. Natürlich sind die Formulierungen auf den Plakaten (notwendigerweise) zugespitzt, beziehen sich aber alle auf unser Programm.
Ich bin übrigens gerne zu detaillierten Diskussionen bereit. Wenn Du möchtest - und das Angebot gilt auch für alle anderen - kannst Du gerne noch ein paar Leute einladen und wir treffen uns und diskutieren ausführlich. Ich versuche dann gerne auch noch Falk (den vom anderen Plakat) mit dazu zu holen.
Mich würde dann auch interessieren, was Du mit der “Schmollecke” meinst. Mein Eindruck ist da natürlich anders.
16 niels // 21. April 2008 um 20:57 Uhr
Danke für das Angebot, aber ich denke, das wäre nicht ganz fair. Es ist reichlich unwahrscheinlich, dass ich SPD wähle - Ihr solltet Eure Wahlkampfanstrengungen also auf jene Kieler konzentrieren, bei denen noch die Möglichkeit besteht, sie zu überzeugen. :)
Mit der Schmollecke meine ich, dass generell wenig konstruktive Äußerungen aus dem Kreis der bisherigen SPD-Ratsfraktion an die Öffentlichkeit dringen. Da kommt es mir jeden zweiten Tag so vor, als sei Kiel unter Schwarz-Grün dem sicheren Untergang geweiht. Und das finde ich so in der Stadt eben nicht bestätigt. Die Kieler Sozialdemokratie hat die Stadt -wie weiter oben erwähnt- schließlich über einen recht langen Zeitraum entscheidend geprägt. Nicht wirklich plausibel, dass Eure Mitbewerber es geschafft haben sollten, in vergleichsweise kurzen fünf Jahren alles umzukrempeln.
17 Anne // 12. Mai 2008 um 19:18 Uhr
Nun, alles sicher nicht, aber schau dir mal Themengebiete an wie Hallennutzungsgebühren, Erbpacht, Studiengebühren (ja, das ist kein kommunales Thema, aber natürlich kann der Kieler Rat Resolutionen zu dem Thema verabschieden, was die grünen leider nicht unterstützten), stadtteilbüchereien, Bürgerbeteiligung und und und. Da kann man in 5 Jahren einiges kaputt machen, oder wie die CDU es formulieren würde “neu ausrichten”
18 Kommunalwahl Kiel: CDU für Friede, Freude und Eierkuchen // 27. September 2008 um 14:58 Uhr
[...] schön abwechselnd und heute wieder auf Kosten der Schwarzen. Dieses Plakat ist das langweiligste, das ich [...]
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