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Anfang ‘78: DDR-Dissidenten und der SPIEGEL kratzen an der Entspannungspolitik

26. April 2008 · 2 Kommentare

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Inspiriert von einer Phoenix-Doku habe ich neulich mal im SPIEGEL-Archiv gegraben. Der Philosoph Hermann von Berg diktierte einem SPIEGEL-Korrespondenten das Manifest eines lockeren Kreises von DDR-Wissenschaftlern, die Ende der1970iger Jahre längst erkannt haben, dass das damals schon greise Honecker-Regime die DDR nicht dauerhaft würde erhalten können.

Im Westen wurde kontrovers diskutiert, ob der SPIEGEL gut beraten war, das Dokument zu drucken. SPD-Kanzler Helmut Schmidt einigte sich mit der DDR-Führung auf die Sprachregelung, es handele sich um ein “Störmanöver” gegen die deutsch-deutschen Beziehungen. Damit gab man im Grunde der DDR-Propaganda Futter, die tönte, das Manifest stamme aus der westdeutschen BND-Zentrale. Für der Führung gegenüber kritisch eingestellte DDR-Bürger dürfte die Haltung der Bonner Regierung keine Ermunterung gewesen sein, weiter aufzubegehren.

Von Berg wurde einige Jahre später verhaftet und dann in der Folge in die Bundesrepublik abgeschoben.

Rubrik: Medien · Zeitgeschehen

2 Kommentare bisher ↓

  • 1 frank mehsner // 2. Oktober 2008 um 12:33 Uhr

    gut

  • 2 frank mehsner // 2. Oktober 2008 um 12:34 Uhr

    sehr sehr gut

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