Mich hat’s zur Kommunalwahl hier im Lande mal wieder ereilt. Seit Jahren beruft die Stadt mich zum Wahlvorstand. Unser Stimmbezirk war linker als der Durchschnitt. Das war schon immer so. Überraschender war, dass die Wahlbeteiligung über dem Stadt- und Landesdurchschnitt liegt, trotz schönen Wetters und dem sehr studentischen Gepräge des Viertels.
Wahlfreudige Studenten
25. Mai 2008 · 6 Kommentare
Rubrik: In Kiel passiert · Selbstbezogenes · Zeitgeschehen
6 Kommentare bisher ↓
1 Henning // 25. Mai 2008 um 21:38 Uhr
Sind Studenten sonst eher wahlmüde?
2 Till // 25. Mai 2008 um 21:47 Uhr
Was mich viel eher interessieren würde: heißen die Ergebnisse für Kiel und Lübeck, dass es dort jetzt rot-rot-grüne Stadtratskoalitonen geben wird? Bzw. — wie war das bisher, und was wird kommen?
3 niels // 26. Mai 2008 um 8:49 Uhr
In Kiel war bisher schwarz-grün. Rot-rot-grün kann ich mir daher nur schwer vorstellen.
Und Henning: In den Vorjahren war es meistens so, insbesondere bei gutem Wetter.
4 Till // 26. Mai 2008 um 9:42 Uhr
Jamaika? Große Koalition? Ampel? Wenn ich die Zahlen richtig interpretiere, wäre das rechnerisch in Kiel ja alles möglich. Die politische Lage kann ich dagegen aus dem Südwesten Deutschlands schlecht einschätzen, würde mich interessieren, was da jetzt passiert/passieren kann.
5 niels // 26. Mai 2008 um 14:28 Uhr
Ich halte im Moment Jamaika für wahrscheinlicher als die anderen beiden Optionen.
Die unbekannte Größe ist in den Koalitionsgleichungen allerdings die FDP. Sie ist schwer einzuschätzen, weil sie in den letzten Jahren in der Kieler Kommunalpolitik nicht in Erscheinung getreten war. Selbst den Wahlkampf haben sie eher zurückhaltend bestritten, so dass sie möglicherweise von ihrer jetzigen Rolle selbst überrascht wurden.
6 SG // 26. Mai 2008 um 15:03 Uhr
Oder sie versuchen’s mit einer Simoniskoalition: rot-grün unter Duldung oder Mitarbeit des SSW. Wären allerdings gerade mal 29 von 56 Mandaten und somit eine Ein-Stimmen-Mehrheit.
Für die Union ist es auf jeden Fall ziemlich dramatisch nach unten gegangen, immerhin haben sie ein Drittel ihrer Wähler verloren. Die SPD war ja auch vorher schon ziemlich weit unten gewesen.
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