Die SPD ist schwach zur Zeit. Aber die Union bemüht sich nach Kräften, die Schwäche der Sozialdemokraten nicht zur eigenen Stärke zu machen. Besonders deutlich wird das daran, wieviel Energie auf parteiinterne Nebenkriegsschauplätze verschwendet wird.
Ob nun erst der Haushalt fertigsaniert wird und dann Steuersenkungen kommen oder ein Ende der Neuverschuldung ausgerechnet hinter die Wiedereinführung einer großzügigen Pendlerpauschale zurücktreten muss - große Politik sieht anders aus. Visionen mit Strahlkraft sind das nicht. Dabei sollte man sich ein gutes Jahr vor der Bundestagswahl langsam mal Gedanken darüber machen, was das spezifische inhaltliche Profil der Unionsparteien ist. Beides - Haushaltskonsolidierung oder Steuergeschenke für Pendler - könnte auch aus dem SPD-Programm abgeschrieben sein.
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