Große europäische Callcenter haben es längst getan - Outsourcing nach Indien.
Jetzt ist offenbar Aufgabenverlagerung nach Asien für jedermann angesagt. Get Friday (der Name angelehnt an Robinson Crusoes willkommenen Kameraden) ist eine Art Internet-Butler-Service. Ab 10 $ Grundgebühr je Monat und 15 $ pro Stunde Zeitaufwand erledigen die Mitarbeiter des Unternehmens aus Bangalore Sekretariatsaufgaben und Organisatorisches: Hotelbuchungen, Telefondienst, Terminmanagement - alles per Mail oder Telefon von einem indischen Schreibtisch aus.
Für die Schluffies im dekadenten Westen gibt’s notfalls und auf Wunsch auch den telefonischen Tritt in den Hintern. Aus der Auflistung möglicher Leistungen:
-Daily wake up calls with the local weather report and instructions to get up, make the bed and exercise.
-Reminding an over-zealous client to not speed and collecting parking fines. And pay his current parking fines.
-Charting a diet plan, reminding client on it regularly, ordering groceries based on the specific diet plan.
Potentiell beziehungsgefährdend:
-Apologizing and sending flowers and cards on their behalf to spouses of clients.
Eher traurig:
-Reading bedtime stories to a young child on phone.
Schräg:
-Getting a job for a person who lost his job due to outsourcing a year back. We did the job search, did the cover letters, did the resume tuning and got the client a job in 30 days.
Laut jetzt.de arbeitet Get Friday übrigens gerade daran, deutschsprachige Mitarbeiter auszubilden.
9 Kommentare bisher ↓
1 Sebastian // 11. August 2008 um 23:40 Uhr
Hm, ich warte auf die Version für den Nintendo DS.
2 SG // 12. August 2008 um 9:59 Uhr
Das Problem ist eben, dass es keine deutschsprachigden Länder gibt, die ein ähnliches Lohnniveau haben wie Indien. Deswegen hat das ganze in Deutschland wohl nur geringe Erfolgsaussichten. Soweit ich weiß, ist das ganze in Amerika schon sehr viel weiter verbreitet.
3 Boche // 12. August 2008 um 10:02 Uhr
Man sollte die Inder nicht unterschätzen. Die lernen ruck zuck Deutsch, wenn sie dafür einen guten Job bekommen.
4 SG // 12. August 2008 um 10:52 Uhr
Na, ich bin gespannt. Auf jeden Fall ist es aber aufwendiger und daher teurer als ein rein englischsprachiger Dienst.
Gruseliger Gedanke: Wenn 1989 die Mauer nicht gefallen wäre, hätten wir dann jetzt persönliche Assistenten in Ost-Berlin oder Karl-Marx-Stadt?
5 Schaps // 12. August 2008 um 14:46 Uhr
Und wer braucht sowas? :)
6 niels // 13. August 2008 um 13:30 Uhr
Ich brauch’s nicht im Moment, aber ich denke, kleine Handwerksfirmen und Einmannunternehmen können damit viel anfangen. Wer z. B. als Kammerjäger oder Klempner unterwegs ist und zu wenig Aufträge für eine Bürokraft hat, kann dadurch Auftragsannahme und Terminvergabe sehr günstig und flexibel abwickeln lassen.
7 Gerhardt // 29. November 2008 um 13:48 Uhr
Als der Bericht im Fernsehen lief, haben wir schon seit Wochen an einem Konzept gearbeitet, der jeden Unternehmer und Selbstständigen unabhänig macht vom Computer und Ihnen mehr Freiheit für Ihr Kerngeschäft schafft. Unter dem Namen Spektrale eu startenen wir mit unserem Online Sekretariat Spektrale eu. Das kann sich jeder leisten, der Aufgaben abgibt. Ob über Handy oder Notbook werden Aufträge erteilt und durch uns bearbeitet. Dabei steht die Individualität jeder Firma im Mittelpunkt. Jeder der es will bekommt seine persönliche Sekretärin, die organisiert, beschafft und erledigt und auch das Telefon der Firma oder des Unternehmens übernimmt. Wir haben dadurch Arbeitsplätze auch in Deutschland geschaffen. Wir setzen neue Maßstäbe für Dienstleistungen in Deutschland!
8 Thomas Mergen // 22. Februar 2009 um 12:56 Uhr
Gerade für Einzelkämpfer kleine Selbständige ein toller Dienst. Ich denke, das bei den Preisen kein deutscher Dienstleister mithalten kann, es sei den er kauft die gleiche Leistung auch in Indien ein ;-)
Gruss Tom
9 Claudia Bünte // 30. Juli 2010 um 10:36 Uhr
Kann mir jemand helfen? Ich kann die website http://www.getfriday.de nicht vernünftig öffnen - ich bin sofort auf einer passwort-geschützten Oberfläche. Danke!
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