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Im Kino: Vicky Cristina Barcelona

13. Dezember 2008 · 3 Kommentare

Barcelona
Creative Commons License photo credit: Jsome1

Zwei amerikanische Touristinnen an der Schwelle von studentischer Unbefangenheit zum Ernst des Lebens, ein spanischer Künstler-Lebemann sowie dessen ebenso leidenschaftliche wie gestörte Ex-Frau.

Das von Woody Allen für Vicky Cristina Barcelona aufgebotene Personal mutet an wie ein reiner Klischee-Extrakt und ist doch ausgesprochen sehenswert. Vicky (Rebecca Hall) ist so ziemlich das Gegenteil ihrer Freundin Cristina (Scarlett Johansson, diesmal etwas im Schatten der Schauspielleistung Rebecca Halls). Während die blonde Cristina keinem Abenteuer abgeneigt ist, legt Vicky Wert auf emotionale Stabilität, Planung und Konvention. Und doch verlieben sich beide in denselben Mann; zwischen den dreien und ihrer Liebe steht noch die zeitweilig furienhafte Maria Elena (Penélope Cruz).

Wegen ihrer stärker an konservativen Werten ausgerichteten Lebenseinstellung erfährt Vicky im Laufe eines einzigen, warmen katalanischen Sommers auch eine viel größere Veränderung als ihre Freundin. Hin- und hergerissen zwischen der Aussicht auf ein bürgerliches Leben in New-York und der Versuchung, das amouröse Urlaubsabenteuer im sommerlichen Barcelona zu einer Beziehung werden zu lassen, muss sie sich entscheiden. Die Lage von Cristina ist ganz anders - sie muss keine Wahl treffen, leidet aber dennoch, weil sie trotz fehlender Alternativen nicht zur Ruhe kommen kann. Am Ende bleibt alles für alle anders.

Der Film, der übrigens mit seiner sommerlichen Leichtigkeit zuweilen an eine Shakespeare-Komödie erinnert, ist genau das Richtige für kalte nordeuropäische Dezemberabende.

Rubrik: Im Kino gewesen. Gebloggt.

3 Kommentare bisher ↓

  • 1 almi // 13. Dezember 2008 um 18:35 Uhr

    jaaaa - ich mag auch! :-)

    das foto ist toll.

  • 2 partikelfernsteuerung // 14. Dezember 2008 um 17:25 Uhr

    Bisher erwähnt jede Rezension das Thema Klischee und das Spiel mit derselben. Ich bin ja gespannt auf den Film.

  • 3 veli // 13. Januar 2009 um 14:41 Uhr

    Hab den Film in Spanien an einem kalten Novemberabend gesehen und war hingerissen bis zum nächsten MOrgen. Wie ein Märchen, irgendwie, weil teilweise einfach so absurd. Und dann auch noch die schönen Bilder. Bin direkt in die Planung für meine erste BArcelona-Reise gegangen. Hab auch gleich n tollen 48-Stunden Guide zum selbstausdrucken und falten gefunden: http://skylines.at/skylines/84/index.php greetz

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