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Roland Koch, Landes- und Fernsehfürst

25. Februar 2009 · Ein Kommentar

Stefan Niggemeier hat für das heutige Feuilleton der FAZ Roland Koch zur Sache Brender interviewt. Viel erschreckender als der Umstand, dass die Politik ganz unverhohlen in personelle Einzelfragen des ZDF hineinregieren will, finde ich, dass man deutlich herauslesen kann, für wie selbstverständlich Roland Koch als politische Führungspersönlichkeit seinen Einfluss auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk hält.

Da ist es auch kein Wunder mehr, dass ein Satz fällt wie dieser fällt:

Man muss diese Diskussion mit ein paar Fakten beginnen, und die sind sehr bitter. „Heute“ hat seit 2002 26 Prozent seiner Zuschauer verloren. 2008 wurden wir erstmals von „RTL aktuell“ überholt, liegen also hinter „Tagesschau“ und der RTL-Sendung nur noch auf Platz 3.

(Hervorhebung von mir)

Hier spricht nicht das ZDF-Verwaltungsratsmitglied Roland Koch, sondern der gefühlte Senderchef. Und diese Formulierung kommt dem hessischen Ministerpräsidenten oder seiner Presseabteilung nicht einmal beim Autorisieren des Interviewtextes ungewöhnlich oder anmaßend vor.

Rubrik: Medien

Ein Kommentar bisher ↓

  • 1 Koch vs. Brender: Die Angst des Staatsrundfunks // 7. März 2009 um 13:27 Uhr

    [...] ein Nachtrag zur Affäre um die Vertragsverlängerung für ZDF-Chefredakteur Brender: Wenn die öffentlich-rechtlichen Sender (z. B. das NDR-Magazin “Zapp”) in der [...]

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