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Das Phantom-Phantom

25. März 2009 · 3 Kommentare

Saline and Saliva cocktail
Creative Commons License photo credit: juhansonin

Seit mehreren Jahren findet die Polizei in Deutschland, Österreich und Frankreich DNA-Spuren einer Frau an Tatorten von brutalen Gewaltverbrechen. Am spektakulärsten war der Verdacht, die “unbekannte weibliche Person” sei an dem Polizistenmord von Heilbronn beteiligt gewesen. Beschrieben wurde die Tatverdächtige von Zeugen eher als Täter von männlicher Statur, weswegen Spekulationen darüber ins Kraut schossen, ob man möglicherweise nach einem Transsexuellen fahndet.

Jetzt berichtet STERN.DE, dass es sich bei dem DNA-Material, das jeweils dem Phantom zugeordnet wurde, nur um Verunreinigen an den Testwattestäbchen handele, die die Mitarbeiterin eines Herstellers hinterlassen hatte.

Überraschend und ein Stück weit beunruhigend, wie sorglos offenbar mit Gerätschaften in diesem Bereich umgegangen wurde.

Via lawblog.

Rubrik: Juristisches · Kurz verlinkt · Zeitgeschehen

3 Kommentare bisher ↓

  • 1 Sebastian // 25. März 2009 um 19:18 Uhr

    Da muss man höllisch aufpassen, DNA-Verunreinigungen kriegt man nur extrem schwer, wenn überhaupt, weg. Eine Ausbilderin (Umweltanalytik) von mir hat vorher in einem Gentest-Labor gearbeitet. Sie sagte, wenn es dort zu Verunreinungen kam, musste das ganze Labor umziehen, was durchaus einmal im Jahr vorkommen konnte. Das kostet natürlich sehr viel, weswegen ein einfacher Angestellter vielleicht eher den Mund hält als zum Chef zu gehen und zu sagen “sorry, mir ist da was verschüttet”.

    Bei Herstellern von Wattestäbchen sieht es vielleicht noch ein wenig anders aus, aber die sollten als Zulieferer von Genlaboren (und Arztpraxen, Krankenhäusern etc.) doch eigentlich hochsensitive Bereiche haben.

    Die Nachricht als solche finde ich aufgrund des Medienrummels um das Phantom spektakulär.

  • 2 Phantom Planet « social issues and stuff // 25. März 2009 um 19:40 Uhr

    [...] [Via Zeineku] [...]

  • 3 SG // 26. März 2009 um 6:55 Uhr

    Ich hatte schon vor langem den stillen Verdacht, dass es sich um ein Artefakt handeln könnte. Nur die geographische Konzentration der Funde machte mich stutzig. Aber so ließe sich das ja auch erklären.

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