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Pazifismus mit Uzi

8. Juni 2009 · 8 Kommentare

Wie bewaffnete Ostermarschierer kommen mir Leute vor, die mit heißem missionarischem Eifer wider missionarischen Eifer wettern:

http://twitpic.com/6wru7

Via Daniel Mack bei Twitter.

Rubrik: Glaube und Religion · Kurz verlinkt

8 Kommentare bisher ↓

  • 1 Muriel // 8. Juni 2009 um 18:48 Uhr

    Man könnte jetzt wohl argumentieren, dass sie nicht nur gegen den Eifer wettern, sondern gegen allerlei Unfug, den Religion eben so mit sich bringt. Und dass es schon ein bisschen traurig ist, dass diese Kampagne offenbar in Deutschland kein Verkehrsunternehmen als Partner gewinnen konnte.
    Das ändert allerdings nichts dran, dass bekehrungsgierige Atheisten auch mir immer ein bisschen merkwürdig vorkommen.

  • 2 Niels // 8. Juni 2009 um 19:01 Uhr

    “Man könnte jetzt wohl argumentieren, dass sie nicht nur gegen den Eifer wettern, sondern gegen allerlei Unfug, den Religion eben so mit sich bringt.”

    Ist das so? Wie viele extremistische Bewegungen scheint mir auch die Truppe der Buskampagneros hauptsächlich aus Verbittert-Verletzten zu bestehen. Der -laut FAZ- Hauptfinanzier der Sache ist jedenfalls ein älterer Herr, der anscheinend im Streite die katholische Kirche verlassen hat, nachdem er zuvor sogar im Diözesanrat des Bistums Trier Mitglied gewesen war.

  • 3 Muriel // 8. Juni 2009 um 19:14 Uhr

    Sind wir wieder bei Elchen und Kritikern, wie so oft im Leben…
    Ich wollte dir aber auch ohnehin nicht ernsthaft widersprechen. Lautstärke und bunte… äh… Papp-Blumen schienen mir noch nie der redlichste Weg zu sein, andere von seiner Meinung zu überzeugen…

  • 4 JMK // 8. Juni 2009 um 21:16 Uhr

    unter “Eiferern” verstehe ich nun was anderes.
    Ganz im Gegenteil, zumindest die Aktivisten die ich bisher gehört und gesehen habe sind erstaunlich relaxed und vornehmend sachlich. Ebenso die Kirchenvertreter, die sich damit befassen. Umso erstaunlicher, dass Deutschland das einzig Land ist, das eine Buskampagne komplett verhindert. Da ist uns gar das Heimatland der katholischen Kirche voraus.

  • 5 niels // 8. Juni 2009 um 21:37 Uhr

    Mal ehrlich: Wie wirkt denn das Auftreten von denen? Man stelle sich vor, die heilige römische Inquisi^^ das ZK der deutschen Katholiken hätte in zehn deutschen Großstädten plakatieren lassen “Gott lebt! Nietzsche ist tot.” - da hätten dieselben Leute, die jetzt ihre eigenen Busplakate vermissen, verlangt, dass die Verkehrsunternehmen sich weltanschaulich zurückhalten.

  • 6 JMK // 8. Juni 2009 um 22:00 Uhr

    Tun sie doch aber nicht, es wird doch in diversen U-Bahnen, Strassenbahnen etc. religiöse Botschaft verbreitet. Einen Aufstand habe ich bisher nicht bemerkt. (Und genau diese Verkehrsbetriebe lehnen nun die atheistische Botschaft ab. )
    Davon abgesehen wird über Kirchentage, Papstbesuche etc. pp. meist auch komplett unkritisch berichtet. Eine bessere PR kann sich kann man sich kaum wünschen.

  • 7 Niels // 8. Juni 2009 um 22:10 Uhr

    Berichtet wird über die Buskampagne auch recht breit. Bis hin zum Politikteil der FAZ. Ich denke nicht, dass man der hiesigen Medienavantgarde zurecht den Vorwurf machen kann, in irgendeiner Weise religiös unterwandert zu sein.

  • 8 JMK // 8. Juni 2009 um 22:19 Uhr

    Das meinte ich nicht, es wird eben wie selbstverständlich, zu recht oder unrecht, über religiöse Ereignisse berichtet. In Bayern mehr, im Norden wohl weniger. So selbstverständlich wird eben auch religiöse Werbung geschaltet, warum man sich mit athestischer Werbung so schwertut verstehe ich nicht. Gerade im (vermeintlich) säkularen Deutschland.

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