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Naiv und friedensbewegt?

28. Juni 2009 · 3 Kommentare

“Es gibt keine militärische Lösung für Afghanistan.”

So zitiert der epd Renke Brahms, Friedensbeauftragter der EKD.

Ich frage mich, wie Brahms die Vorgeschichte des jetzigen Afghanistan-Einsatzes deutet. Meint er wirklich, dass ohne das militärisch herbeigeführte Ende der Taliban-Herrschaft dort die Situation für Frauen heute besser wäre, denen die Taliban den Zugang zu jeglicher Bildung, Berufsausübung und medizinischer Versorgung verwehrt hatten? Glaubt Brahms wirklich, dass es sich lohnt, mit Menschen zu verhandeln, die das Tragen eines zu kurzen Bartes als Straftat einstufen?

Rubrik: Glaube und Religion · Zeitgeschehen

3 Kommentare bisher ↓

  • 1 Muriel // 28. Juni 2009 um 14:11 Uhr

    Er ist ja immerhin Friedensbeauftragter, was soll der Mann sagen?
    Es gibt in dem Roman (nicht dem Film) “Starship Troopers” eine Szene, in der ein Rekrut einen Dozenten darauf hinweist, dass Gewalt keine Lösung sei. Der Dozent erwidert nach meiner Erinnerung sinngemäß, dass das nur jemand sagen könnte, der sich nie mit der menschlichen Geschichte auseinandergesetzt hat.

  • 2 -thh // 30. Juni 2009 um 12:41 Uhr

    Naja, der Mann hat durchaus recht - es gibt für die meisten Probleme keine ausschließlich (!) militärischen Lösungen, genauso, wie es regelmäßig keine rein technischen Lösungen gibt. Trotzdem ist diese Behauptung in ihrer Kürze und Absolutheit natürlich bestenfalls naiv.

  • 3 Sissy_Berk // 2. September 2009 um 14:40 Uhr

    Nun ist das “Problem Afghanistan” aber ja trotz allen Militärs auch heute noch keineswegs “gelöst”. Man kann nun mal niemanden klug bomben.

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