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Zeichensetzung, Nerdismus und Kunstpfeifen

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Frankfurter Parasitenparanoia: Oliver Jungen über Google Books

31. Juli 2009 · Keine Kommentare bisher

Reclam - seltene Bleistiftnotitzen - Flohmarkt Rahlstedt
Creative Commons License photo credit: svensonsan

Gelegentlich fühle ich mich etwas merkwürdig belustigt, wenn dumpf-dümmliche Papstschelte mich, einen überzeugten Lutheraner, dazu reizt, ausgerechnet die römisch-katholische Kirche in Schutz zu nehmen. Ganz ähnlich geht es mir zuweilen mit Google. Ich bin weit entfernt davon, das komplette Treiben der Such- und Findeprofis für eine harmlose Spielerei zu halten oder ihnen altruistische Motive für ihre Informationssammelei zuzuschreiben. Aber wenn Kritik so heuchlerisch, unreflektiert und polemisch daherkommt wie in den letzten Wochen häufig aus den Zeitungsspalten der FAZ, dann sollte man doch zumindest versuchen, die eine oder andere schiefe Sicht etwas gerade zu rücken.

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Simon’s Cat auf Insektenjagd

31. Juli 2009 · Ein Kommentar

Und die übrigen großartigen Werke des Künstlers.

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Das Bocksche Bügelgesetz

24. Juli 2009 · 2 Kommentare

Unabhängig davon wieviele Bügel man in die Flurgarderobe hängt, wird es der oder den in der Wohnung ansässigen Frauenspersonen bzw. Frauensperson stets gelingen, immer so viele Mäntel und Jacken vorzuhalten, dass genau ein Bügel fehlt.

→ 2 KommentareRubrik: Selbstbezogenes · Unterwegs gesehen

Frank McCourt R.I.P.

20. Juli 2009 · Ein Kommentar

Frank McCourt ist gestorben. Bekannt war er insbesondere für den Weltbestseller “Die Asche meiner Mutter”. Ich war allerdings weitaus stärker gefesselt von dem Buch, das gewissermaßen die autobiographisch geprägte Fortsetzung des Erstlings ist.

“Ein rundherum tolles Land” ist die Liebeserklärung McCourts an Amerika, das Land, in dem aus einem hungernden Iren ein geachteter Lehrer und später berühmter Schriftsteller wurde.

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OLG Köln: FON-Geschäftsmodell ist wettbewerbswidrig

7. Juli 2009 · Keine Kommentare bisher

Das Urteil im Volltext. Das OLG Köln hat allerdings die Revision zugelassen. Folglich dürfte sich demnächst der BGH damit befassen, ob das kommerzielle Vermitteln des Sharings privater DSL-Zugänge per WLAN gegen das UWG verstößt.

Via Michael Seidlitz.

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Entern oder Kentern

4. Juli 2009 · 12 Kommentare

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Creative Commons License photo credit: nerd.reynolds

Leicht schräg mutet an, was die Piratenpartei auf ihrem heutigen Parteitag in einer Friedrichshainer Karaokebar so treibt. Und ausgesprochen dünn ist bisher das Programm. Wer daraus aber schließt, die Partei habe keine Chance, in Deutschland zu bestehen, der sollte sich an die Bilder von den ersten Parteitagen der GRÜNEN erinnern. Auch inhaltlich waren die GRÜNEN nicht viel breiter aufgestellt als die Piraten heute. Waldsterben und Anti-Atom-Bewegung mit einem Schuss Antifa und Pazifismus mussten reichen für den Anfang.

Auffallend ähnlich auch das anfängliche Selbstverständnis beider Gruppen. Petra Kelly prägte den Begriff von der “Anti-Parteien-Partei”. Politiker zu werden sei nicht sein primäres Ziel, betont Florian Bischof bei den Piraten.

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Springer wird sozialistisch

3. Juli 2009 · Ein Kommentar

Schräge Ideen sind dieser Tage ja eher Alltag. Die 68er Generation hätte sich wohl damals nie träumen lassen, dass ihr damaliger Lieblingsfeind sich einst für staatliche Pressefinanzierung starkmachen würde. Vielleicht haben die Jungs zuviele Journalisten von DDR-Blättern übernommen. Oder im Springer-Verlagsgebäude ist die Klimaanlage ausgefallen.

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Naiv und friedensbewegt?

28. Juni 2009 · 3 Kommentare

“Es gibt keine militärische Lösung für Afghanistan.”

So zitiert der epd Renke Brahms, Friedensbeauftragter der EKD.

Ich frage mich, wie Brahms die Vorgeschichte des jetzigen Afghanistan-Einsatzes deutet. Meint er wirklich, dass ohne das militärisch herbeigeführte Ende der Taliban-Herrschaft dort die Situation für Frauen heute besser wäre, denen die Taliban den Zugang zu jeglicher Bildung, Berufsausübung und medizinischer Versorgung verwehrt hatten? Glaubt Brahms wirklich, dass es sich lohnt, mit Menschen zu verhandeln, die das Tragen eines zu kurzen Bartes als Straftat einstufen?

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An ihren Taten

23. Juni 2009 · 4 Kommentare

Die FAZ, oder besser gesagt für sie Peer Schader, regt sich im heutigen Feuilleton der Zeitung auf über Schleichwerbung bei Privatradiosendern. Das käme bedeutend überzeugender rüber, wenn der Zeitungsbote nicht ausgerechnet heute eine sogenannte “Verlagsbeilage” zum Thema offene Immobilienfonds zusammen mit der FAZ durch meine Wohnungstür geschoben hätte. Verlagsbeilagen sehen zwar edler aus als Anzeigenblättchen aus Klanxbüll und Posemuckel, in denen der örtliche Bauunternehmer Tips zu Hauskauf und Altbauanierung gibt. Sie funktionieren aber nach demselben Prinzip.

In der heutigen Beilage durften vierzehn (ich habe nachgezählt) Protagonisten der Immobilienfondsszene den Lesern im schmierigen Grenzbereich zwischen Journalismus und Werbung erzählen, wie toll Immobilienfonds sind. Und Anzeigen kaufen.

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SPD: Volle Kraft voraus?

8. Juni 2009 · 2 Kommentare

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Creative Commons License photo credit: Javier Paredes

“Ist die Linie, die wir machen in der nationalen Politik, ist die richtig für unser Land? Da sagen wir: ja. Sie nutzt den Menschen. Sie hat im Augenblick uns noch nichts genutzt. Aber das wird sich ändern.”

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