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Zeichensetzung, Nerdismus und Kunstpfeifen

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Juristisches in der Zeitung

3. August 2009 · 2 Kommentare

Je leichter ein inhaltlicher Fehler in einem Zeitungsartikel zu vermeiden ist, desto peinlicher ist er.

Das Schleswig-Holsteinische Verwaltungsgericht hat jüngst eine Entscheidung zur Rundfunkgebührenpflicht für gewerblich genutzte Computer gefällt. Die Kieler Nachrichten schreiben:

Und weil es ein ebenso grundsätzliches wie in der bundesdeutschen Rechtsprechung unterschiedlich gesehenes Thema ist, lässt das Oberverwaltungsgericht in Schleswig binnen eines Monats Berufung zu.

An diesem Satz ist so ziemlich alles hinter dem Komma falsch. Nun nehme ich Journalisten eigentlich nicht übel, wenn ihnen die Feinheiten des verwaltungsrechtlichen Rechtsmittelrechts nicht vertraut sind. Es hätte jedoch in diesem Fall genügt, einfach die Pressemitteilung des Gerichts wörtlich zu übernehmen, die korrekt angibt, welches Gericht die Berufung zugelassen hat und bei welchem sie einzulegen ist:

Wegen der grundsätzlichen Bedeutung hat das Verwaltungsgericht die Berufung zugelassen. Gegen das Urteil ist binnen eines Monats Berufung beim Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgericht zulässig.

→ 2 KommentareRubrik: Juristisches · Kurz verlinkt · Medien

Wenn ich groß bin

2. August 2009 · 3 Kommentare

werde ich Verfärbungsinhibitor. Das klingt irgendwie fast so cool wie königlicher Schwanenzähler und man kann sich auch ähnlich viel darunter vorstellen.

Von verfaerbungsinhibitor

→ 3 KommentareRubrik: Unterwegs gesehen

Wie uncool

31. Juli 2009 · 5 Kommentare

Von Eigene Bilder

→ 5 KommentareRubrik: Medien

Frankfurter Parasitenparanoia: Oliver Jungen über Google Books

31. Juli 2009 · Keine Kommentare bisher

Reclam - seltene Bleistiftnotitzen - Flohmarkt Rahlstedt
Creative Commons License photo credit: svensonsan

Gelegentlich fühle ich mich etwas merkwürdig belustigt, wenn dumpf-dümmliche Papstschelte mich, einen überzeugten Lutheraner, dazu reizt, ausgerechnet die römisch-katholische Kirche in Schutz zu nehmen. Ganz ähnlich geht es mir zuweilen mit Google. Ich bin weit entfernt davon, das komplette Treiben der Such- und Findeprofis für eine harmlose Spielerei zu halten oder ihnen altruistische Motive für ihre Informationssammelei zuzuschreiben. Aber wenn Kritik so heuchlerisch, unreflektiert und polemisch daherkommt wie in den letzten Wochen häufig aus den Zeitungsspalten der FAZ, dann sollte man doch zumindest versuchen, die eine oder andere schiefe Sicht etwas gerade zu rücken.

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→ Keine Kommentare bisherRubrik: Medien · Netzkultur: Googeliges

Simon’s Cat auf Insektenjagd

31. Juli 2009 · Ein Kommentar

Und die übrigen großartigen Werke des Künstlers.

→ 1 KommentarRubrik: Kurz verlinkt · Sonstiges

Das Bocksche Bügelgesetz

24. Juli 2009 · 2 Kommentare

Unabhängig davon wieviele Bügel man in die Flurgarderobe hängt, wird es der oder den in der Wohnung ansässigen Frauenspersonen bzw. Frauensperson stets gelingen, immer so viele Mäntel und Jacken vorzuhalten, dass genau ein Bügel fehlt.

→ 2 KommentareRubrik: Selbstbezogenes · Unterwegs gesehen

Frank McCourt R.I.P.

20. Juli 2009 · Ein Kommentar

Frank McCourt ist gestorben. Bekannt war er insbesondere für den Weltbestseller “Die Asche meiner Mutter”. Ich war allerdings weitaus stärker gefesselt von dem Buch, das gewissermaßen die autobiographisch geprägte Fortsetzung des Erstlings ist.

“Ein rundherum tolles Land” ist die Liebeserklärung McCourts an Amerika, das Land, in dem aus einem hungernden Iren ein geachteter Lehrer und später berühmter Schriftsteller wurde.

→ 1 KommentarRubrik: Zeitgeschehen

OLG Köln: FON-Geschäftsmodell ist wettbewerbswidrig

7. Juli 2009 · Keine Kommentare bisher

Das Urteil im Volltext. Das OLG Köln hat allerdings die Revision zugelassen. Folglich dürfte sich demnächst der BGH damit befassen, ob das kommerzielle Vermitteln des Sharings privater DSL-Zugänge per WLAN gegen das UWG verstößt.

Via Michael Seidlitz.

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Entern oder Kentern

4. Juli 2009 · 12 Kommentare

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Creative Commons License photo credit: nerd.reynolds

Leicht schräg mutet an, was die Piratenpartei auf ihrem heutigen Parteitag in einer Friedrichshainer Karaokebar so treibt. Und ausgesprochen dünn ist bisher das Programm. Wer daraus aber schließt, die Partei habe keine Chance, in Deutschland zu bestehen, der sollte sich an die Bilder von den ersten Parteitagen der GRÜNEN erinnern. Auch inhaltlich waren die GRÜNEN nicht viel breiter aufgestellt als die Piraten heute. Waldsterben und Anti-Atom-Bewegung mit einem Schuss Antifa und Pazifismus mussten reichen für den Anfang.

Auffallend ähnlich auch das anfängliche Selbstverständnis beider Gruppen. Petra Kelly prägte den Begriff von der “Anti-Parteien-Partei”. Politiker zu werden sei nicht sein primäres Ziel, betont Florian Bischof bei den Piraten.

→ 12 KommentareRubrik: Netzkultur · Zeitgeschehen

Springer wird sozialistisch

3. Juli 2009 · Ein Kommentar

Schräge Ideen sind dieser Tage ja eher Alltag. Die 68er Generation hätte sich wohl damals nie träumen lassen, dass ihr damaliger Lieblingsfeind sich einst für staatliche Pressefinanzierung starkmachen würde. Vielleicht haben die Jungs zuviele Journalisten von DDR-Blättern übernommen. Oder im Springer-Verlagsgebäude ist die Klimaanlage ausgefallen.

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